Brief von Gerd – Liebe Wurzeln!

Ich habe vier Kinder – seit dem Tag ihrer Geburt frage ich mich – WAS möchte ich ihnen auf ihren Lebensweg mitgeben? WAS ist wichtig, WAS ist unwichtig? Um die Frage irgendwie zu beantworten, muss ich mich mit meinen eigenen Wurzeln beschäftigen – und genau das tue ich heute.

mit solchen Wurzeln kommt man durch den Sturm des Lebens..
Wer mich schon öfters gelesen hat, der weiß –  ich liebe Zitate und vor allem chinesische Weiheiten.
Wenn die Wurzeln tief sind, braucht man den Wind nicht zu fürchten.
Chinesisches Sprichwort
Sind die Kinder klein, gib ihnen Wurzeln. Sind sie größer geworden, gib ihnen Flügel
Khalil Gibran
Ich mag Khalil Gibran, diesen grandiosen libanesischen  Philosoph und Dichter, gestorben 1931 in New York. Und er hat völlig recht – Kinder brauchen Wurzeln und gleichzeitig Flügel.

Wir leben in einem Zeitalter, in dem immer mehr Menschen getrieben vom Zeitgeist durch die Welt jagen, Familiensstrukturen immer mehr zerbrechen und Traditionen leider in Vergessenheit geraten. UND in dieser Welt kann nur überleben, wer fest verwurzelt ist.

WAS gibt eine Wurzel einem Baum – jeder von euch weiß es – sie dient der Nahrungsaufnahme UND gibt dem Baum Standfestigkeit und Stabilität. Ähnlich ist es bei uns Menschen.

UND genau darum benötigen wir Familientraditionen. Sie verbinden uns und vor allem – sie verankern uns wie einen Baum im Erdreich. WAS aber passiert heute? Immer früher kehren Mütter in ihren Beruf oder auch nur an ihre Arbeitsstelle zurück. Bereits Säuglinge werden fremdbetreut. Bei uns gab es den Kindergarten ab 5 Jahren – UND wer nicht gehen wollte, der ging einfach ein paar Tage lang nicht – kein Problem – heute wird über Kleinkindergruppen ab 1 1/2 Jahren oder sogar noch früher diskutiert. Völlige Fehlentwicklung finde ich.
Ganztagsschulen boomen, gemeinsames Mittagessen findet unter der Woche kaum noch statt. ABER es gibt ja das Wochenende – ja – ABER da gibts Dies und Das und ein Essen im Schnellimbiss oder der Fastfoodkette ersetzt die Familiengemeinschaft um den Wohnzimmertisch. Von einem gemeinsamen Tischgebet, wage ich fast nicht mehr zu schreiben.
Beziehungen werden immer mehr zu Lebensabschnittsgemeinschaften. Kinder kennen sich nicht mehr aus – da ist die leibliche Mutter, der biologische Vater, die Stiefmutter oder der Stiefvater, der Freund der Mutter, die Freundin vom Vater, Stiefonkel, Stiefschwester, Tochter des Lebensgefährten – UND da sollen stabile Wurzeln entstehen und langsam wachsen. Vergesst es…
Umso wichtiger ist es, dass Eltern ihren Kindern wenigstens von klein auf vermitteln, dass es sinnvoll ist, seinen Lebensbaum und seine Lebenswurzeln im Vertrauen auf Gott zu pflanzen. Jeder, der sich entscheidet unter der Führung Gottes zu leben, wächst und gedeiht verwurzelt in der Gnade und Liebe Gottes. Und diese Gnade können wir gerade in unserer so fordernden, schnelllebigen, informationsgeschwängerten Zeit dringend gebrauchen.

Nocheinmal das Zitat vom Anfang –“ Kinder brauchen Wurzeln und Flügel“

Wurzeln um fest stehen zu können, auch wenn die Welt um uns stürmt und tobt – und Flügel zum Träumen und damit wir die Bodenhaftung mal verlassen können und zu Höhenflügen ansetzen können. UND wir brauchen die Flügel auch,  um schlussendlich auch unsere Eltern zu verlassen.
WAS tun, wenn aber die Eltern selber entwurzelt und fluguntauglich sind? – können Wurzeln dann irgendwie entstehen? – JA sie können – so wie sich Wurzeln ihren Weg durch den härtesten Boden suchen, so können auch aus verletzten Wurzeln neue, gesunde Triebe erwachsen.
UND hier noch meine kleine, eigene, aber sooo wichtige Baumgeschichte.
Also nicht aufgeben – der Mensch schafft mehr, als er zu denken im Stande ist.
In Gedanken – euer  G.Ender – (Briefeschreiber) I write not only for your smile

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