Brief von Gerd – Lieber Sinn!

heute beschäftige ich mich mit dem Menschen uns seiner Suche nach Sinn. Und wer könnte uns bei dieser Frage besser weiterhelfen als ein Mann, der sein ganzes Leben der Erforschung der  Sinnfrage widmete. Dieser Mann ist Viktor Emil Frankl.

 

 
Viktor Emil Frankl (* 26. März 1905 in Wien; † 2. September 1997 ebenda) war ein österreichischer Neurologe und Psychiater. Er begründete die Logotherapie bzw. Existenzanalyse („Dritte Wiener Schule der Psychotherapie“).

Viktor Emil Frankl entstammte einer jüdischen Beamtenfamilie. 1923 legte er die Matura unter anderem mit einer Abhandlung über „Die Psychologie des philosophischen Denkens“ ab. Er studierte Medizin, wobei sich Depressionen und Suizid zu seinen Schwerpunktthemen entwickelten. Er hatte persönlich Kontakt zu Sigmund Freud und Alfred Adler, den Begründern der ersten und zweiten „Wiener Schule der Psychotherapie“.

Während sich Adler mit der Sinnfrage zur Vorbeugung und Verhütung ernsterer Schäden, die durch Sorgen, Nöte und Beschwerden bei seelisch im Grunde gesunden Menschen entstehen können, beschäftigte, stellte Frankl die Sinnfrage ins Zentrum seiner Arbeiten.

Frankl bezeichnet den Menschen als ein Wesen, das letzlich und eigentlich auf der Suche nach Sinn ist. Frankl:  

„Ich würde sagen, was der Mensch wirklich will, ist letzten Endes nicht das Glücklichsein an sich, sondern ein Grund zum Glücklichsein. Sobald nämlich ein Grund zum Glücklichsein gegeben ist, stellt sich das Glück, stellt sich die Lust von selber ein.“

Und weiter – „Wovon der Mensch zutiefst und zuletzt durchdrungen ist, ist weder der Wille zur Macht, noch ein Wille zur Lust, sondern ein Wille zum Sinn. Und auf Grund eben dieses seines Willens zum Sinn ist der Mensch darauf aus, Sinn zu finden und zu erfüllen, aber auch anderem menschlichen Sein in Form eines Du zu begegnen, es zu lieben. Beides, Erfüllung und Begegnung, gibt dem Menschein einen Grund zum Glück und zur Lust.“

 
Das sind Frankls Kernaussagen:

• Der Mensch hat unabhängig von den Umständen immer die Freiheit, sich für eine Einstellung zu entscheiden
• Man sollte keinen abstrakten Lebenssinn suchen, da jeder Mensch eine andere Aufgabe hat
• Statt den Sinn des Lebens zu hinterfragen, ist es nützlicher, sich zu fragen, was das Leben von uns erwartet
• Eine Extremsituation ist eine Chance für geistiges Wachstum
• Man erfindet seinen individuellen Lebenssinn nicht, sondern entdeckt seinen Weg

In diesem Sinne wünsche ich euch einen sinnvollen Abend.

In Gedanken euer G.Ender

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